Ein Neubau in der Schwenninger Innenstadt, direkt auf der Baar. Der Bagger steht, der Polier wartet. Die alten Pläne zeigen Kies, aber was liegt wirklich an? Genau da setzen wir an. Mit einer Schürfgrube legen wir den Boden auf zwei, drei Meter Tiefe offen. Schicht für Schicht. Der Baugrund hier ist oft eine Überraschung: mal eiszeitlicher Schotter, mal Auelehm, mal verwitterter Muschelkalk. In Villingen-Schwenningen mit seinen 88.000 Einwohnern und einer Höhenlage um 700 Meter ist das kein Zufall. Die geologischen Übergänge zwischen Schwarzwald und Alb machen jede Baugrube anders. Wir dokumentieren den Aufbau sofort, fotografieren das Profil und entnehmen gestörte sowie ungestörte Proben. So sieht der Statiker, was er wirklich braucht — und nicht, was irgendein altes Gutachten vermutet. Ergänzend zur Schürfgrube setzen wir bei tiefgründigeren Fragen die SPT-Bohrung ein, wenn wir in größeren Tiefen die Lagerungsdichte brauchen.
Ein offenes Bodenprofil sagt mehr als drei indirekte Sondierungen. Im Zweifel sehen wir die Wahrheit mit eigenen Augen.
Arbeitsumfang in Villingen-Schwenningen

Lokale geotechnische Bedingungen in Villingen-Schwenningen
Der Klassiker, den wir in Villingen-Schwenningen immer wieder erleben: Ein Bauherr lässt nur eine Rammsondierung machen. Die Werte sind mittelprächtig, also wird die Bodenplatte 'normal' dimensioniert. Dann der Aushub — und plötzlich steht Wasser in einer alten Rinne mit Faulschlamm. Das haben wir im Bereich der Brigachniederung mehrfach gesehen. Solche Überraschungen kosten Zeit und Geld. Eine Schürfgrube hätte den organischen Horizont sofort gezeigt. Wir haben schon Profile dokumentiert, wo unter 40 cm Mutterboden direkt stark setzungsfähiger Seekreide lag — ein Desaster für jede Flachgründung. Deshalb pochen wir bei jedem Projekt auf mindestens einen Direktaufschluss. Die Kombination aus Schürfgrube und schwerer Rammsondierung liefert das, was DIN 4020 verlangt: ein lückenloses Baugrundmodell. Wer das auslässt, spart am Fundament. Und das rächt sich immer.
Unsere Leistungen
Unsere Leistungen rund um den direkten Bodenaufschluss in Villingen-Schwenningen — vom ersten Baggerstich bis zum abgestimmten Laborprogramm.
Schürfgrubenanlage und Profilaufnahme
Wir stellen die Grube her, sichern sie normgerecht und nehmen das Bodenprofil detailliert auf. Inklusive Fotodokumentation und Einmessung im Lageplan.
Probenahme und Laborübergabe
Entnahme von gestörten und ungestörten Proben direkt aus der Grubenwand. Wir übergeben die Proben verwechslungssicher an unser akkreditiertes Labor für Korngrößenanalyse und Zustandsgrenzen.
Fragen und Antworten
Was kostet eine Schürfgrube in Villingen-Schwenningen?
Für eine Standardschürfgrube mit Bagger, Profilaufnahme und Dokumentation liegen die Kosten in Villingen-Schwenningen zwischen €480 und €720. Der genaue Preis hängt von der Zugänglichkeit, der erforderlichen Tiefe und dem Bodentyp ab. Schwer lösbarer Fels oder beengte Innenstadtlagen können den Aufwand erhöhen.
Wie lange bleibt die Grube offen und wer kümmert sich um die Sicherung?
Die Grube bleibt in der Regel einen Arbeitstag offen. Wir sichern sie während der Arbeiten nach DIN 4124 mit Verbau oder geböschten Wänden. Nach der Aufnahme verfüllen wir die Grube lagenweise und stellen den ursprünglichen Geländezustand wieder her.
Reicht eine Schürfgrube für die Baugrundbeurteilung oder brauche ich zusätzliche Sondierungen?
Eine Schürfgrube gibt ein exzellentes qualitatives Bild der oberen Schichten. Für die Gründungsbemessung braucht der Statiker aber meist auch Kennwerte aus der Tiefe — etwa Lagerungsdichten aus Rammsondierungen oder Steifemodule aus Drucksonden. Wir empfehlen immer eine Kombination aus Direktaufschluss und indirekten Sondierungen, so wie es die DIN 4020 vorsieht. Mehr Info.