Auf 704 Metern Höhe, zwischen den Quellflüssen von Brigach und Neckar, ist der Baugrund in Villingen-Schwenningen oft eine Mischung aus verwittertem Buntsandstein und quartären Kiesen. Bei einer Doppelstadt mit über 86.000 Einwohnern, die stetig neue Gewerbegebiete und Wohnquartiere ausweist, ist die Prüfung der erreichten Lagerungsdichte kein bürokratischer Akt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Felddichtebestimmung im Sandkegelverfahren liefert hierfür die verlässlichen Kennwerte direkt auf der eingebauten Schicht. Anders als ein Plattendruckversuch, der die Steifigkeit des Gesamtsystems bewertet, gibt das Sandkegelverfahren punktgenau Aufschluss über die Trockendichte des verdichteten Materials – eine Kenngröße, die in den hiesigen, oft heterogenen Auffüllungen aus verwittertem Felszersatz besonders kritisch ist. Wir kombinieren diesen Dichtetest bei Bedarf mit einer Korngrößenanalyse, um den Bezug zur Proctordichte im Labor eindeutig herzustellen.
Ein einziger Dichtewert aus dem Sandkegelversuch kann über die Abnahmefähigkeit einer ganzen Hinterfüllung entscheiden – und in Villingen-Schwenningen mit seinen Hanglagen ist die Trockendichte oft der kritischste Parameter.
Arbeitsumfang in Villingen-Schwenningen

Lokale geotechnische Bedingungen in Villingen-Schwenningen
Was wir in Villingen-Schwenningen immer wieder beobachten: Auf dem Papier erreicht eine Schicht den geforderten Verdichtungsgrad, weil nur wenige, günstig gelegene Prüfpunkte gewählt wurden. Die Realität im Baufeld – besonders an Böschungsschultern oder im Übergang zu Bauwerkshinterfüllungen – sieht dann anders aus. Genau hier setzt unsere Erfahrung an. Wir legen die Prüfraster so, dass auch die neuralgischen Zonen erfasst werden: die Randbereiche, die Anschlüsse an Schächte, die ersten Lagen über einer Stützmauer-Hinterfüllung. Ein nicht erreichter Verdichtungsgrad in diesen Bereichen führt in den bindigen Böden der Baar unweigerlich zu Setzungsrissen in der Fahrbahndecke oder zu Undichtigkeiten in Leitungsgräben. Die Felddichtebestimmung ist kein Zufallsprodukt, sondern eine ingenieurmäßig zu planende Prüfaufgabe. Wir dokumentieren jeden Prüfpunkt fotografisch und mit GPS-Koordinaten, sodass die Nachvollziehbarkeit für den Bauherrn und den Fremdprüfer jederzeit gegeben ist.
Unsere Leistungen
Unser Prüfspektrum in Villingen-Schwenningen geht über den einzelnen Dichtetest hinaus. Wir begleiten Projekte von der ersten Bodenansprache bis zur Abnahmeprüfung – immer mit dem Ziel, die Verdichtungsanforderungen der Ausschreibung sicher zu erreichen.
Verdichtungskontrolle im Erd- und Straßenbau
Lagenweise Prüfung der Trockendichte auf Planum, Frostschutzschicht und Schottertragschicht, inklusive sofortiger Auswertung des Verdichtungsgrads bezogen auf die Labor-Proctordichte.
Qualitätssicherung bei Leitungsgräben
Prüfung der Verfüllung und Verdichtung in Kanal- und Versorgungsgräben. Besonders wichtig in den setzungsempfindlichen, bindigen Böden der Baar.
Beweissicherung und Abnahmeprüfung
Erstellung prüffähiger Protokolle mit Lageplan, Prüftiefe, Feuchtdichte, Trockendichte und erreichtem Verdichtungsgrad für die Bauabnahme und das Qualitätsmanagement.
Kombinierte Prüfprogramme mit Lastplatte
Abstimmung von Sandkegelversuch und statischem Plattendruckversuch für ein vollständiges Bild von Dichte und Verformungsmodul – Standard bei vielen Straßenbauprojekten im Raum Villingen-Schwenningen.
Fragen und Antworten
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Villingen-Schwenningen?
Für eine einzelne Prüfung nach DIN 18125-2 in Villingen-Schwenningen liegen die Kosten typischerweise zwischen 90 und 110 Euro. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Prüfpunkte pro Tag, der Zugänglichkeit der Fläche und dem Aufwand für die Anfahrt. Bei mehreren Prüfungen auf einer Baustelle reduzieren sich die Kosten je Punkt spürbar.
Wie viele Prüfpunkte brauche ich für eine verdichtete Fläche?
Die Anzahl der Prüfpunkte hängt von der Flächengröße, der Einbaudicke und der Homogenität des Materials ab. In Villingen-Schwenningen orientieren wir uns an den Vorgaben der ZTV E-StB: für eine Schottertragschicht üblicherweise ein Punkt je 500 m², bei kleinen oder verwinkelten Flächen – wie sie im innerstädtischen Bereich von Schwenningen häufig sind – legen wir das Raster enger, um die Randzonen sicher zu erfassen.
Kann das Sandkegelverfahren auch bei grobkörnigem Material eingesetzt werden?
Das Verfahren ist für Korngrößen bis 31,5 mm genormt, idealerweise liegt das Größtkorn unter 16 mm. In den Schottertragschichten, die im Raum Villingen-Schwenningen üblich sind, ist das meist gegeben. Bei gröberen Kornfraktionen oder sehr steinigem Aushubmaterial weichen wir auf das Ausstechzylinder-Verfahren oder kombinierte Prüfungen aus, um eine belastbare Dichteangabe zu erhalten.