Die geotechnische Planung in Villingen-Schwenningen muss die heterogenen Untergrundverhältnisse der Baar-Hochfläche berücksichtigen, wo gering tragfähige Auelehm- und Beckensedimente in variablen Mächtigkeiten anstehen. Die Bemessung von Schottersäulen erfolgt hier nach dem Teilsicherheitskonzept des Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) in Verbindung mit DIN 4017, wobei die Interaktion zwischen Säulentragwirkung und umgebendem Weichboden rechnerisch nachzuweisen ist. Das Verfahren eignet sich besonders für die Verbesserung bindiger und organischer Schichten, wie sie im Bereich der Brigach-Niederung und entlang des Neckar-Zuflusses auftreten. Für eine vollständige Baugrunderkundung kombinieren wir die Säulenbemessung mit der Korngrößenanalyse zur exakten Klassifikation der Feinbodenschichten, bevor die numerische Modellierung der Verbundtragwirkung beginnt.
Die Priebe-Methode zur Schottersäulenbemessung liefert für die weichen Seetone der Baar zuverlässige Setzungsprognosen, wenn der verbesserte Bettungsmodul des Säulen-Boden-Komposits korrekt angesetzt wird.
Arbeitsumfang in Villingen-Schwenningen

Lokale geotechnische Bedingungen in Villingen-Schwenningen
Ein folgenschwerer Fehler bei Bauvorhaben in Villingen-Schwenningen ist die Annahme, dass Rüttelstopfverdichtung und Schottersäulenbemessung ohne vorherige Erkundung der Feinkornanteile auskommen. Gerade in den tonreichen Seesedimenten der Baar versagt die Tiefenverdichtung ohne ausreichende laterale Stützung des umgebenden Bodens, was zu unkontrollierten Säulenverbreiterungen, erhöhtem Materialverbrauch und unzureichender Tragwirkung führt. Die DIN 4017 fordert für den Nachweis der äußeren Standsicherheit des verbesserten Gründungspolsters zwingend die Berücksichtigung der undränierten Scherparameter, die aus standspezifischen Laborversuchen an ungestörten Sonderproben abzuleiten sind. Wird dieser Schritt übergangen oder mit pauschalen Kennwerten gearbeitet, drohen differenzielle Setzungen, die bei Hallenbauten oder Wohnanlagen Risse im aufgehenden Tragwerk verursachen — ein vermeidbares Risiko bei fachgerechter Planung.
Unsere Leistungen
Unser geotechnisches Team in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg begleitet die Bemessung von Schottersäulen von der ersten Baugrunderkundung bis zur Ausführungsplanung und Qualitätssicherung. Die Leistungen umfassen:
Numerische Bemessung und Standsicherheitsnachweise
Iterative Dimensionierung des Säulenrasters nach Priebe, FE-Modellierung des Gründungspolsters mit PLAXIS 2D/3D sowie Nachweise der inneren und äußeren Standsicherheit nach EC 7 für die lokalen Baugrundschichten der Baar.
Baugrunderkundung und Laborversuche für die Bemessung
Durchführung von Drucksondierungen (CPT) und Rammsondierungen zur Ermittlung der undränierten Scherfestigkeit, kombiniert mit Rahmenscherversuchen und Kompressionsversuchen im geotechnischen Labor zur Kalibrierung der Stoffmodelle.
Fragen und Antworten
Mit welchen Kosten ist für die Bemessung von Schottersäulen zu rechnen?
Der Referenzbereich für diese Leistung in Villingen-Schwenningen liegt bei €1.200 - €5.420. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.